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Berlin - fusing


2019/2020

 

 

 

Kunst am Bau für den Ehrlichsaal des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin.

fusing besteht aus einer semitransparenten, als Scherenschnitt gestalteten Spiegelschicht auf den Glasflächen zwischen Ehrlich-Saal und dem kaiserzeitlichen Treppenhaus. Das Gebäude wurde 1874 als Hauptsitz der Deutschen Bank fertiggestellt und nach 1945 als Innenministerium der DDR genutzt. Die Figuren des Scherenschnitts evozieren dabei in ihrer Gesamtheit das Bild eines luftigen Vorhangs. Der scheinbar trennende Eingriff verbindet die Räume und ihre verschiedenen Stile im  Wahrnehmungsprozess des Publikums - das dabei auch sich selbst mit ins Bild rückt.

Die spiegelnde, nicht blickdichte Beschichtung des Glases ist sowohl vom Ehrlich-Saal als auch vom Treppenhaus aus gesehen reflektierend bzw. semitransparent. Je nach den gerade herrschenden Lichtverhältnissen ändert sich der Reflexionsgrad der Bildebene. Ist der Raum hinter dem Glas dunkler, ist die Spiegelschicht stark reflektierend. Sind beide Räume gleich hell, halten sich Reflexion und Durchsicht die Waage. Unterschiedliche Helligkeitsverteilungen im Raum (Lichtquellen, Schlaglichter, Schattenpartien) ergeben entsprechend komplexere Bildgefüge: das Spiegelbild wird fragmentarisch und mischt sich mit Durchblicken in den dahinter liegenden Raum.

Im Gegensatz zu einem klassischen Spiegelsaal, bei dem die Illusion im Vordergrund steht, formuliert fusing eine Repräsentation, die den Anwesenden mit einer einschließenden Geste begegnet: die gleichzeitige Präsenz mehrerer Bilder - Durchsicht, Spiegelbild und Spiegelebene mit dem Motiv des Vorhangs - ermöglicht es den Gästen, den Blick auf die verschiedenen Ebenen zu fokussieren.

Entwurf und Realisierung: Karl-Heinz Einberger und Valentin Goderbauer